Ratgeber / Naturheilkunde

Pflanze mit Potenzial: Schwarzkümmel

18.02.2020 / von 

Wenn im Frühling das grosse Niesen losgeht, greifen Pollenallergiker auch zu Medikamenten. Es geht aber auch sanfter: mit Schwarzkümmelöl.

Ursprung des Schwarzkümmels

Schwarzkümmel heisst mit lateinischem Namen Nigella sativa und gedeiht vor allem in grossen Oasen der ägyptischen Wüste. Seine Samen werden insbesondere beim Backen von Fladenbrot verwendet. Auch wenn der Name es vermuten lässt: Schwarzkümmel ist nicht mit Kümmel oder Kreuzkümmel verwandt. Typisch für die Pflanze sind die gezahnten, gefiederten Blätter sowie die hellblauen Blüten. In der Naturheilkunde wird das Öl aus den Samen verwendet, die in einer mohnähnlichen Kapsel heranreifen.

 

Die Wirkung

Das wertvolle, durch schonende Pressung gewonnene Schwarzkümmelöl hat es in sich:  Bislang wurden in den schwarzen Samen über hundert Inhaltsstoffe gefunden. Einigen davon werden immunstärkende, entzündungshemmende und antiallergische Eigenschaften zugeschrieben, besonders den mehrfach ungesättigten Fettsäuren Linolsäure und Gamma-Linolensäure, welche die Bildung von Substanzen für die Regulation des Immunsystems unterstützen.

 

Frühzeitig Vorbeugen

Wenn also die Augen wieder jucken und brennen, die Nase trieft und es im Rachen kratzt, kann  man etwas dagegen tun. Starten Sie mit Ihrer persönlichen Kur aber frühzeitig – etwa drei Monate bevor die Pflanzen blühen, welche bei Ihnen die unangenehmen Symptome auslösen. Und schicken Sie den Heuschnupfen in die Wüste – genau dorthin, wo das Schwarzkümmelöl seinen Ursprung hat.

Der frühere Geheimtipp wird bereits seit Längerem erforscht. So wurde mittels einer Auswertung* von klinischen Studien durch die Humboldt- Universität in Berlin bereits im Jahr 2003 die Wirkung von Schwarzkümmelöl auf das subjektive Empfinden von Allergiepatienten untersucht. Sie kam zum Schluss, dass die Einnahme von Schwarzkümmelöl eine wirksame Unterstützung in der Behandlung von Allergien ist. Das zeigt  auch die Erfahrung: Bei vielen Betroffenen lässt die Immunreaktion des Körpers mit der Behandlung nach. Und von jenen, die immer noch allergisch reagieren, werden die lästigen Symptome in der Regel als erträglicher empfunden.

 

* Phytotherapy Research 2003, Bd. 17, Ausg. 10, S. 1209–1214

Tradition und Moderne

Neu ist die medizinische Verwendung von Schwarzkümmelöl nicht: Im Orient wird es seit über 2000 Jahren für eine Vielzahl von Leiden wie zum Beispiel bei Magenbeschwerden oder Entzündungen verwendet. Auch in unseren Breiten wird es immer öfter in der Naturheilkunde eingesetzt, beispielsweise bei Allergien und Heuschnupfen, bei rheumatischen Beschwerden, bei trockener Haut oder bei Hautbeschwerden wie Neurodermitits und Schuppenflechte und bei Verdauungsbeschwerden. In Ihrer Droegrie oder Apotheke erhalten Sie echtes Schwarzkümmelöl in Kombination mit Vitamin E natürlichen Ursprungs in Form von praktischen Kapseln.

Wenn im Frühling das grosse Niesen losgeht, greifen Pollenallergiker auch zu Medikamenten. Es geht aber auch sanfter: mit Schwarzkümmelöl.