Blutzuckermessung

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Blutzuckermessung

Ohne spürbare Symptome bleiben manche Krankheiten oft über Jahre unentdeckt. Ein Beispiel ist der Typ-2-Diabetes: Experten gehen davon aus, dass rund die Hälfte aller Diabetiker nichts von ihrer Erkrankung weiss. Eine Blutzuckermessung in der Apotheke kann Ihnen Gewissheit verschaffen.

Durst, Müdigkeit, häufiges Wasserlassen…

…sowie wiederkehrende Blasenentzündungen oder schlecht verheilende Wunden sind mögliche Anzeichen für eine Diabeteserkrankung. Die Symptome sind aber von Mensch zu Mensch anders ausgeprägt. Das sorgt dafür, dass von geschätzten 500’000 Diabetikern in der Schweiz rund die Hälfte nichts von ihrem Leiden weiss. Ein Umstand, der sich mit einem Gang zur Apotheke beheben liesse. Mittels einer Blutzuckermessung kann die Fachperson in Ihrer Apotheke schnell ermitteln, ob der Glukosegehalt im Blut normal oder erhöht ist. Dazu benötigen Sie keine Voranmeldung und der Test ist in fünf Minuten erledigt. Vor dem Test sollten Sie idealerweise nüchtern sein sowie die Hände waschen und gründlich abtrocken. Ein kleiner Pikser in den Finger ist nötig, dann dauert es nur wenige Sekunden, bis das Blutzuckermessgerät den Wert anzeigt.

Richtig Interpretieren

Die Messung in der Apotheke hat den Vorteil, dass Sie nicht nur einen Wert erhalten, sondern er Ihnen von einer Fachperson auch verständlich erläutert wird. In der Schweiz misst man den Blutzucker in mmol/l: Der normale Bereich liegt zwischen 3,5 und 5,5 mmol/l. Bei einem erhöhten Wert sind weitere Abklärungen sinnvoll. Ob eine Diabetes-Erkrankung wahrscheinlich ist, hängt auch von einigen Risikofaktoren ab: Relevante Punkte sind beispielsweise Alter, Ernährung, Gewicht, Fälle von Diabetes in der Verwandtschaft und Bluthochdruck.

Leben mit Diabetes

Beim Diabetes handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung. Im Zentrum steht das Insulin: Ein Hormon, das der Körper selbst produziert und benötigt, um Glukose in Energie umzuwandeln und den Zellen zuzuführen.

Beim selteneren Typ-1-Diabetes stellt der Organismus gar kein Insulin mehr her. Patienten müssen als Folge täglich Insulin spritzen. Meist entwickelt sich ein Typ-1-Diabetes bereits im Kindesalter.

Beim viel häufigeren Typ-2-Diabetes ist genügend Insulin vorhanden, es wirkt aber nicht mehr richtig. Behandlungsmöglichkeiten gibt es mehrere. Welche davon in Betracht kommt, hängt davon ab, wie ausgeprägt die Erkrankung ist und welche Therapie der Arzt verordnet. Sinnvoll ist in den meisten Fällen eine Anpassung des Lebensstils: Viel Bewegung, ausgewogene Ernährung und Reduktion von Übergewicht sind die wichtigsten Grundpfeiler der Behandlung.

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