Ratgeber / Kind & Familie

Ich packe in meinen Rucksack

24.08.2020 / von 

Der Herbst ist die ideale Zeit für Familienausflüge - oft werden Wanderungen unternommen. Diese "Begleiter" gehören in den Wander-Rucksack.

Sonniges Wetter, angenehme Temperaturen – der Frühherbst ist ideal für einen Tagesausflug mit der ganzen Familie. Damit alles so reibungslos wie möglich verläuft, braucht es eine gute Planung. Dazu gehören die Route, die dem Alter und dem Fitnesslevel der Familienmitglieder entspricht, Kartenmaterial sowie Abfahrtszeiten von Bahnen oder Schiffen und ein Smartphone mit vollgeladenem Akku. Und natürlich ein geschickt gepackter Rucksack, der alles Nötige beinhaltet.

Wandern geht durch den Magen

Mit der Bewegung kommt der Appetit. Ausreichende Verpflegung ist deshalb besonders wichtig: also Picknickdecke, Taschenmesser, Mittagessen und genügend Snacks. Wer grillieren möchte, darf ein Feuerzeug oder Streichhölzer nicht vergessen und eventuell etwas Zeitung zum Anfeuern. «Auf einer Wanderung muss man auch darauf achten, dass der Blutzuckerspiegel nicht stark abfällt, was sich in Schwindel oder Wadenkrämpfen äussern könnte», erklärt Lars Rogger, dipl. Drogist HF aus Meggen. Um dem vorzubeugen, bewähren sich beispielsweise dunkles Vollkornbrot sowie Trockenfrüchte und Nüsse für zwischendurch. «Und ein gutes Stück Schokolade», fügt er schmunzelnd hinzu, «anstelle von gezuckerten Getränken.»

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist aber noch wichtiger, weiss Lars Rogger: «Je nach Anstrengung, Temperatur und Alter braucht es für einen Tagesausflug mindestens 0,75 bis 1 Liter pro Person. Kleinere Kinder können auch eine 0,5-Liter-Flasche in ihrem Rucksack selber tragen und an den vielen Brunnen in der Schweiz immer wieder auffüllen.» Wasser ist der ideale Durstlöscher, als Alternative kommt auch ungesüsster selbstgemachter Tee infrage.

Ausgerüstet gegen Wunden und Co.

«Auch im September muss man sich noch gut gegen Sonnenbrand schützen, insbesondere in der Höhe oder am Wasser», sagt der Drogist. Dazu braucht es eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille und ausreichendes Eincremen von Gesicht, Nacken und Armen mit Sonnenschutzmitteln. Falls das Wetter durchzogen ist, gehören ein Regenschutz ins Gepäck sowie Ersatzkleider, -socken und entsprechendes Schuhwerk. Entstehen Blasen an den Füssen, sollen diese wegen der Infektionsgefahr nicht aufgestochen werden. Am besten deckt man sie mit einem Blasenpflaster ab, das ebenfalls in den Wanderrucksack gehört. Nicht fehlen darf ein Schmerzmittel, das sich für den Fall der Fälle auch für Kinder eignet.

Zecken sind im Herbst noch aktiv. Lange Hosen sowie das Einsprühen von Kleidung und Haut mit einem Zeckenschutzmittel können schützen. Bei einem Biss entfernt man das Tier mit einer Pinzette oder Zeckenkarte, mit welcher die Zecke möglichst hautnah gegriffen wird. Danach die Stichstelle desinfizieren und über mehrere Tage beobachten. Sollte eine mögliche Rötung an der Einstichstelle nicht zurückgehen oder sich ausbreiten, ist ein Arzt aufzusuchen.

«Zu den häufigsten Verletzungen auf einem Familienausflug zählen Schnitte und Schürfungen. Daher braucht es genügend Pflaster und etwas zur Desinfektion, wobei sich hierfür ein Spray empfiehlt», führt Lars Rogger aus. Auch Verstauchungen gehören zu den klassischen Übeln auf einer Wanderung. Ein kühlendes Gel mit Arnika kann dabei Linderung verschaffen. Ausserdem sind homöopathische Arnikapräparate für die ganze Familie, also auch für Kinder, bestens geeignet. Auch Gazekompressen, Sport-Tape und eine selbsthaftende Binde dürfen nicht fehlen. Und natürlich ebenso wenig Taschen- oder Feuchttücher – für so ziemlich alles!

Checkliste für die Wanderapotheke

  • Wunddesinfektionsmittel
  • Pflaster in verschiedenen Grössen
  • Blasenpflaster
  • Gazekompressen
  • Sport-Tape
  • Selbsthaftende Binde
  • Rettungsdecke
  • Schmerzmittel
  • Sonnenschutzmittel
  • Zeckenschutzmittel
  • Pinzette / Zeckenkarte
  • Arnikaprodukte (Gel, Globuli)
  • Traubenzucker